Berichte
Kakami Biraki
Wie auch die letzten Jahre, fand dieses Jahr wieder unser Kakami Biraki (Neujahrstraining) in unserem Vereinsheim in Haßloch statt. Dazu trafen wir uns am 15.01.11 um 10 Uhr im Dojo.
Anfangs gingen wir topfit und hochmotiviert in den ersten Teil des Trainings, welcher aus 2700 Zukis und 576 Geris bestand. Diese Einheit stärkt das Durchhaltevermögen und dient der Willensschulung. Als wir diesen Part geschafft hatten, waren wir zum einen sehr ausgepowert, zum anderen aber auch stolz und freuten uns auf den nächsten Teil, der nach einer kurzen Trinkpause begann.
Weiter ging es mit Pratzen-, Boxsack- und Makiwaratraining. Dabei gab es mehrere Stationen, die man alle vier Minuten wechselte. Diese Einheit diente als Techniktraining, aber half uns auch zur Erholung, da wir abwechselnd trainierten und Pause hatten, da dann der Partner dran war.
Nach dieser „Erholungsrunde“ folgte ein Kraft- und Ausdauertraining, das auch in Stationen aufgebaut war. Dafür nutzten wir Kettlebells, Gewichte, Nigiri Game und Deuser-Bänder. Diese Einheit war die körperlich anstrengenste, da der ganze Körper in verschiedensten Übungen trainiert wurde.
Nun war der schwerste Teil des Tages absolviert. Nach dem Abgrüßen, räumte die Hälfte der Gruppe die Halle auf, während die andere das Essen zubereitete. Nachdem jeder geduscht hatte, trafen wir uns in der Vereinsgaststätte um auf ein gutes neues Trainingsjahr mit einem kräftigen „Kampai!“ anzustoßen. Dazu gab es Suppe und diverse Knabbereien.
Alles in allem kann man sagen, dass unser erstes Training im neuen Jahr durchaus anstrengend, aber auch sehr gelungen war. Wir hoffen, dass das Kakami Biraki die nächsten Jahre weiterhin stattfinden wird und wir auch dieses Jahr viele interessante Trainingsstunden in unserem Verein verbringen können.
Manuel Ettmüller, Jannik Otterstätter & Tobias Melchior
Kagami Biraki 2011
Auch dieses Jahr fand im 1. Judo, Jiu Jitsu Karate Club Hassloch e.V. das alljährliche Kagami Biraki statt. Dieser Bericht soll einen kleinen Einblick in die sportliche Herausforderung geben, der sich die diesjährigen Teilnehmer annahmen.
Das Training wurde um ca. 10:00 mit dem Ritual des „Angrüßens“ begonnen.
Es folgte nun eine Erklärung des Trainingsinhalts durch den Trainer Bernd Otterstätter 5. Dan Shotokan u. 1. Dan Koryu-Uchinadi.
Hierbei wurde das Training in die folgenden drei Teile gegliedert: Tsuki Waza u. Keri Waza, Techniken u. Ausdauer und körperabhärtende sowie körperausbildende Übungen.
Vor dem Trainingsbeginn wurden jedoch die Teilnehmer und deren zu diesem Zeitpunkt noch einwandfreie physische Verfassung auf einem Gruppenbild dokumentiert.
Training Teil 1
Nach Auswahl eines Trainingspartners und dem Aufstellen der Teilnehmer in zwei Reihen wurde mit dem ersten Teil des Trainings begonnen. Die zu absolvierenden Tsuki-Techniken wurden zunächst mit 50 Schlägen in der Höhe „jodan“ begonnen. Anschließend folgten 50 weitere Techniken der Höhen „chudan“ und „gedan“. Diese Zählung wurde darauf folgend abermals mit den Doppelschlagtechniken Ren Choku Zuki und den Dreifachschlagtechniken Sanbon Choku Zuki wiederholt. Diese so eben beschriebenen Schlagtechniken wurden insgesamt dreimal wiederholt. Hieraus ergaben sich 2700 Schläge, welche bereits sehr anstrengend waren.
Im Anschluss an diese Schlagtechniken folgten noch die Fußtechniken Mae Geri, Yoko Geri kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri, Kin Geri, Yoko Geri keage, Ura Mawashi Geri, Fumi Komi und Mikatsuki Geri. In Summe wurden hier ca. 700 dieser Fußtechniken ausgeübt.
Training Teil 2
Nach einer Pause, die meist zur Aufnahme von Flüssigkeit genutzt wurde, begann der zweite Teil des Trainings. Hier wurde das Dojo zunächst von Bernd in 12 Stationen eingeteilt. Diese waren mit unterschiedlichen Übungen belegt. Zu jeder dieser Stationen folgten nun noch genaue Instruktionen und Erklärungen vom Trainer. Einige dieser Übungen waren z.B.: 4x Schlagtechnik auf Makiwara, Schlagtechniken auf Pratzen , Yoko Geri und Mae Geri auf Boxsack, Low Kick auf Pratze, Mawashi Geri auf Pratze
Hervorgerufen durch diese Technikern und dem in Teil 1 bereits absolvierten Trainingsinhalt machte sich bei ausnahmslos allen Teilnehmern eine starke muskuläre Ermüdung bemerkbar. Diese ging einher mit entsprechender Hyperhidrose und einer erhöhten Atemfrequenz.
Training Teil 3
Zur weiteren Steigerung der körperlichen und muskulären Belastung, sowie zur Willensschulung begann nun der dritte Teil des Trainings. Für die Körper der Teilnehmer ist in diesem Moment noch nicht so richtig klar ob es möglich sein kann, dass Bernd einen weiteren dritten Trainingsteil nachlegt. Denn schließlich liegt die gefühlte Belastung bereits bei ca. 99% und hier nun nochmals 33% Training nachzulegen lässt den Körper doch stark an seinen Kraftreserven zweifeln. Doch schließlich war es im letzten Jahr genau so, also geht es auch dieses Jahr.
Der dritte Teil begann wie auch der zweite zunächst mit dem Ausgleichen der trainingsbedingten Dehydration. Anschließend folgten wieder fachkundige Einweisungen in die entsprechenden Stationen durch Bernd. In den nun folgenden Übungen ging es primär um die Körperabhärtung und Körperausbildung. Hier waren Übungen mit Kettelbells, Liegestützen, Ebi Sprünge, Shrimps (Shrimps ist eine Bodenübung die in einer nicht besonders effektiven, jedoch sehr ermüdenden Fortbewegung vorwärts und rückwärts enden), Körperabhärtung durch Schläge und Tritten auf den Trainingspartner, Schlagübungen mit Deuserbändern und das Hochhalten von mit Beton gefüllten Abwasserrohren (Nigiri Game, Trainingsinhalt.
Persönliches Fazit:
Das alljährliche Kagami Biraki soll den Teilnehmern zeigen zu welcher Leistung der Körper im Stande ist. Dies soll als Motivation das Jahr über in den Trainingseinheiten zu weiteren Leistungen und einer regelmäßigen Teilnahme am Training führen. Ich wäre zwar sicherlich auch ohne das Kagami Biraki zu den jeweiligen Trainings erschienen, aber es stellt dennoch eine große Herausforderung dar, die riesen Spaß gemacht hat. Dies ist zum einen auf die sportliche Betätigung und zum anderen auf die sehr gute Gruppendynamik im Verein zurückzuführen. Daher schließe ich ab, dass mir das Kagami Biraki, sowie der gemeinsame Umtrunk auch in diesem Jahr viel Spaß gemacht haben und ich mich auf viele weitere Trainings im neuen Jahr freue.
Daniel Schmidt
Kagami Biraki
Am 15. 1. 2011 war es wieder soweit: Kagami Biraki. Bei Kagami Biraki handelt es sich um das traditionelle Neujahrstraining. Es ist eine lange und harte Trainingseinheit, die symbolisch für folgenden Satz steht: Wenn wir dieses Training überstehen, überstehen wir auch dieses Jahr. Um 10 Uhr morgens fanden sich also 26 todesmutige Karateka im JJJKC - Hassloch ein, um Körper und Geist in Einklang und sich selbst außer Atem zu bringen. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass unter den Teilnehmern auch Mitglieder anderer Dojos anwesend waren.
Bevor es richtig los ging wurde ordnungsgemäß angegrüßt und Sensei Otterstätter richtete ein paar Begrüßungsworte an die Teilnehmer. Anschließend wurde ein Gruppenfoto der Sportler geschossen. Wie sich später herausstellte sollte dies die schwierigste Prüfung des Tages sein. Die Karateka mussten schon jetzt ihre Belastbarkeit in Geduld unter Beweis stellen, da ein fehlendes Stativ und die komplizierte Bedienung eines Fotoapparats harte Gegner waren.
Nach dieser nervenaufreibenden Aufgabe startete nun endlich die erste Trainingseinheit. Es wurde bei allen Einheiten in 2er Gruppen trainiert. Die Teilnehmer mussten 2700 Tsukis verschiedener Höhen und in unterschiedlichen Ständen ausführen. Die ersten 200 Schläge gingen noch leicht von der Hand, doch die folgenden wurden immer anstrengender; die Trainingseinheit stand folglich unter dem Motto: Der Geist siegt über die Materie. Nach diesen 2700 Tsukis wurde dem Geiste jedoch keine Pause gegönnt, denn nun folgten die Fußtechniken. 9 verschiedene Keris mussten knapp 700 mal ausgeführt werden. Der Geist eines Jeden hatte somit eine schwierige Aufgabe den Schmerz und die Ermüdung des Körpers zu ignorieren.
Nun folgte die zweite Trainingseinheit. Sie wurde wie ein Zirkeltraining in 12 verschiedene Stationen aufgeteilt, bei denen man immer 4 Minuten lang trainierte. Es wurden verschiedene Schlag – und Fußtechniken auf Makiwara und Pratze geübt. Diese Einheit stand im Gegensatz zur ersten Einheit, denn hier wurde der Focus nicht auf die Frequenz der Techniken gesetzt, sondern auf ihre Wirksamkeit; also auf Präzision und Härte. Das große Highlight dieser Einheit ist immer wieder der Uraken auf das Schlagbrett, bei welchem einige Trainierende einen schmerzverzerrten Kiai ausstießen.
Nachdem auch diese Hürde überwunden wurde, war aber noch nicht Schluss. Nun mussten alle Kräfte zusammengenommen werden, um auch die dritte Trainingseinheit zu „überleben“. Diese Einheit stand im Zeichen von Kraft und Ausdauer. Die ohnehin schon geschundenen Körper mussten sich also den sportlichen „goldenen Schuss“ verabreichen. Es wurde - wie in der vorherigen Trainingseinheit - an 12 Stationen trainiert. Hier wurde jeder Teilnehmer Zeuge der unendlichen Güte von Sensei Otterstätter, der die Trainingszeit an jeder Station auf 3 Minuten herabsetzte. Hierdurch wurden die Teilnehmer angespornt mit voller Motivation weiterzumachen.
Die Stationen bestanden aus verschiedenen Kraftübungen mit der Kettlebell, aber auch aus Ausdauerübungen mit und ohne Gerätschaften. Besonders gefürchtet waren hier die Ebi – Sprünge, welche ein hohes Maß an Durchhaltevermögen forderten. Beliebt dagegen war die Körperabhärtungsstation. Hier konnte man den Trainingspartner mit Tsukis und Keris malträtieren und somit auf „Herz und Nieren“ testen.
Nach 3 ½ Stunden war das schweißtreibende Training dann zu Ende. Nach dem Abgrüßen wurde ein weiteres Gruppenbild geschossen. Nun folgte der gemütliche Teil des Tages: Heiteres Beisammensein bei Misosuppe, Sake und Pflaumenwein; eben ganz traditionell. Hier hatte man die Gelegenheit sich über Karate übergreifende Themen auszutauschen. Für manchen Karateka endete das Training doch auch hier nicht, denn es galt die Trinkfestigkeit zu trainieren; wie schon erwähnt ganz traditionell. Als Fazit lässt sich festhalten: Es war ein anstrengender, fordernder und sehr amüsanter Tag, der – dank des einsetzenden Muskelkaters – noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Maximilian Wolff
Wie auch die letzten Jahre, fand dieses Jahr wieder unser Kakami Biraki (Neujahrstraining) in unserem Vereinsheim in Haßloch statt. Dazu trafen wir uns am 15.01.11 um 10 Uhr im Dojo.
Anfangs gingen wir topfit und hochmotiviert in den ersten Teil des Trainings, welcher aus 2700 Zukis und 576 Geris bestand. Diese Einheit stärkt das Durchhaltevermögen und dient der Willensschulung. Als wir diesen Part geschafft hatten, waren wir zum einen sehr ausgepowert, zum anderen aber auch stolz und freuten uns auf den nächsten Teil, der nach einer kurzen Trinkpause begann.
Weiter ging es mit Pratzen-, Boxsack- und Makiwaratraining. Dabei gab es mehrere Stationen, die man alle vier Minuten wechselte. Diese Einheit diente als Techniktraining, aber half uns auch zur Erholung, da wir abwechselnd trainierten und Pause hatten, da dann der Partner dran war.
Nach dieser „Erholungsrunde“ folgte ein Kraft- und Ausdauertraining, das auch in Stationen aufgebaut war. Dafür nutzten wir Kettlebells, Gewichte, Nigiri Game und Deuser-Bänder. Diese Einheit war die körperlich anstrengenste, da der ganze Körper in verschiedensten Übungen trainiert wurde.
Nun war der schwerste Teil des Tages absolviert. Nach dem Abgrüßen, räumte die Hälfte der Gruppe die Halle auf, während die andere das Essen zubereitete. Nachdem jeder geduscht hatte, trafen wir uns in der Vereinsgaststätte um auf ein gutes neues Trainingsjahr mit einem kräftigen „Kampai!“ anzustoßen. Dazu gab es Suppe und diverse Knabbereien.
Alles in allem kann man sagen, dass unser erstes Training im neuen Jahr durchaus anstrengend, aber auch sehr gelungen war. Wir hoffen, dass das Kakami Biraki die nächsten Jahre weiterhin stattfinden wird und wir auch dieses Jahr viele interessante Trainingsstunden in unserem Verein verbringen können.
Manuel Ettmüller, Jannik Otterstätter & Tobias Melchior
Kagami Biraki 2011
Auch dieses Jahr fand im 1. Judo, Jiu Jitsu Karate Club Hassloch e.V. das alljährliche Kagami Biraki statt. Dieser Bericht soll einen kleinen Einblick in die sportliche Herausforderung geben, der sich die diesjährigen Teilnehmer annahmen.
Das Training wurde um ca. 10:00 mit dem Ritual des „Angrüßens“ begonnen.
Es folgte nun eine Erklärung des Trainingsinhalts durch den Trainer Bernd Otterstätter 5. Dan Shotokan u. 1. Dan Koryu-Uchinadi.
Hierbei wurde das Training in die folgenden drei Teile gegliedert: Tsuki Waza u. Keri Waza, Techniken u. Ausdauer und körperabhärtende sowie körperausbildende Übungen.
Vor dem Trainingsbeginn wurden jedoch die Teilnehmer und deren zu diesem Zeitpunkt noch einwandfreie physische Verfassung auf einem Gruppenbild dokumentiert.
Training Teil 1
Nach Auswahl eines Trainingspartners und dem Aufstellen der Teilnehmer in zwei Reihen wurde mit dem ersten Teil des Trainings begonnen. Die zu absolvierenden Tsuki-Techniken wurden zunächst mit 50 Schlägen in der Höhe „jodan“ begonnen. Anschließend folgten 50 weitere Techniken der Höhen „chudan“ und „gedan“. Diese Zählung wurde darauf folgend abermals mit den Doppelschlagtechniken Ren Choku Zuki und den Dreifachschlagtechniken Sanbon Choku Zuki wiederholt. Diese so eben beschriebenen Schlagtechniken wurden insgesamt dreimal wiederholt. Hieraus ergaben sich 2700 Schläge, welche bereits sehr anstrengend waren.
Im Anschluss an diese Schlagtechniken folgten noch die Fußtechniken Mae Geri, Yoko Geri kekomi, Mawashi Geri, Ushiro Geri, Kin Geri, Yoko Geri keage, Ura Mawashi Geri, Fumi Komi und Mikatsuki Geri. In Summe wurden hier ca. 700 dieser Fußtechniken ausgeübt.
Training Teil 2
Nach einer Pause, die meist zur Aufnahme von Flüssigkeit genutzt wurde, begann der zweite Teil des Trainings. Hier wurde das Dojo zunächst von Bernd in 12 Stationen eingeteilt. Diese waren mit unterschiedlichen Übungen belegt. Zu jeder dieser Stationen folgten nun noch genaue Instruktionen und Erklärungen vom Trainer. Einige dieser Übungen waren z.B.: 4x Schlagtechnik auf Makiwara, Schlagtechniken auf Pratzen , Yoko Geri und Mae Geri auf Boxsack, Low Kick auf Pratze, Mawashi Geri auf Pratze
Hervorgerufen durch diese Technikern und dem in Teil 1 bereits absolvierten Trainingsinhalt machte sich bei ausnahmslos allen Teilnehmern eine starke muskuläre Ermüdung bemerkbar. Diese ging einher mit entsprechender Hyperhidrose und einer erhöhten Atemfrequenz.
Training Teil 3
Zur weiteren Steigerung der körperlichen und muskulären Belastung, sowie zur Willensschulung begann nun der dritte Teil des Trainings. Für die Körper der Teilnehmer ist in diesem Moment noch nicht so richtig klar ob es möglich sein kann, dass Bernd einen weiteren dritten Trainingsteil nachlegt. Denn schließlich liegt die gefühlte Belastung bereits bei ca. 99% und hier nun nochmals 33% Training nachzulegen lässt den Körper doch stark an seinen Kraftreserven zweifeln. Doch schließlich war es im letzten Jahr genau so, also geht es auch dieses Jahr.
Der dritte Teil begann wie auch der zweite zunächst mit dem Ausgleichen der trainingsbedingten Dehydration. Anschließend folgten wieder fachkundige Einweisungen in die entsprechenden Stationen durch Bernd. In den nun folgenden Übungen ging es primär um die Körperabhärtung und Körperausbildung. Hier waren Übungen mit Kettelbells, Liegestützen, Ebi Sprünge, Shrimps (Shrimps ist eine Bodenübung die in einer nicht besonders effektiven, jedoch sehr ermüdenden Fortbewegung vorwärts und rückwärts enden), Körperabhärtung durch Schläge und Tritten auf den Trainingspartner, Schlagübungen mit Deuserbändern und das Hochhalten von mit Beton gefüllten Abwasserrohren (Nigiri Game, Trainingsinhalt.
Persönliches Fazit:
Das alljährliche Kagami Biraki soll den Teilnehmern zeigen zu welcher Leistung der Körper im Stande ist. Dies soll als Motivation das Jahr über in den Trainingseinheiten zu weiteren Leistungen und einer regelmäßigen Teilnahme am Training führen. Ich wäre zwar sicherlich auch ohne das Kagami Biraki zu den jeweiligen Trainings erschienen, aber es stellt dennoch eine große Herausforderung dar, die riesen Spaß gemacht hat. Dies ist zum einen auf die sportliche Betätigung und zum anderen auf die sehr gute Gruppendynamik im Verein zurückzuführen. Daher schließe ich ab, dass mir das Kagami Biraki, sowie der gemeinsame Umtrunk auch in diesem Jahr viel Spaß gemacht haben und ich mich auf viele weitere Trainings im neuen Jahr freue.
Daniel Schmidt
Kagami Biraki
Am 15. 1. 2011 war es wieder soweit: Kagami Biraki. Bei Kagami Biraki handelt es sich um das traditionelle Neujahrstraining. Es ist eine lange und harte Trainingseinheit, die symbolisch für folgenden Satz steht: Wenn wir dieses Training überstehen, überstehen wir auch dieses Jahr. Um 10 Uhr morgens fanden sich also 26 todesmutige Karateka im JJJKC - Hassloch ein, um Körper und Geist in Einklang und sich selbst außer Atem zu bringen. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass unter den Teilnehmern auch Mitglieder anderer Dojos anwesend waren.
Bevor es richtig los ging wurde ordnungsgemäß angegrüßt und Sensei Otterstätter richtete ein paar Begrüßungsworte an die Teilnehmer. Anschließend wurde ein Gruppenfoto der Sportler geschossen. Wie sich später herausstellte sollte dies die schwierigste Prüfung des Tages sein. Die Karateka mussten schon jetzt ihre Belastbarkeit in Geduld unter Beweis stellen, da ein fehlendes Stativ und die komplizierte Bedienung eines Fotoapparats harte Gegner waren.
Nach dieser nervenaufreibenden Aufgabe startete nun endlich die erste Trainingseinheit. Es wurde bei allen Einheiten in 2er Gruppen trainiert. Die Teilnehmer mussten 2700 Tsukis verschiedener Höhen und in unterschiedlichen Ständen ausführen. Die ersten 200 Schläge gingen noch leicht von der Hand, doch die folgenden wurden immer anstrengender; die Trainingseinheit stand folglich unter dem Motto: Der Geist siegt über die Materie. Nach diesen 2700 Tsukis wurde dem Geiste jedoch keine Pause gegönnt, denn nun folgten die Fußtechniken. 9 verschiedene Keris mussten knapp 700 mal ausgeführt werden. Der Geist eines Jeden hatte somit eine schwierige Aufgabe den Schmerz und die Ermüdung des Körpers zu ignorieren.
Nun folgte die zweite Trainingseinheit. Sie wurde wie ein Zirkeltraining in 12 verschiedene Stationen aufgeteilt, bei denen man immer 4 Minuten lang trainierte. Es wurden verschiedene Schlag – und Fußtechniken auf Makiwara und Pratze geübt. Diese Einheit stand im Gegensatz zur ersten Einheit, denn hier wurde der Focus nicht auf die Frequenz der Techniken gesetzt, sondern auf ihre Wirksamkeit; also auf Präzision und Härte. Das große Highlight dieser Einheit ist immer wieder der Uraken auf das Schlagbrett, bei welchem einige Trainierende einen schmerzverzerrten Kiai ausstießen.
Nachdem auch diese Hürde überwunden wurde, war aber noch nicht Schluss. Nun mussten alle Kräfte zusammengenommen werden, um auch die dritte Trainingseinheit zu „überleben“. Diese Einheit stand im Zeichen von Kraft und Ausdauer. Die ohnehin schon geschundenen Körper mussten sich also den sportlichen „goldenen Schuss“ verabreichen. Es wurde - wie in der vorherigen Trainingseinheit - an 12 Stationen trainiert. Hier wurde jeder Teilnehmer Zeuge der unendlichen Güte von Sensei Otterstätter, der die Trainingszeit an jeder Station auf 3 Minuten herabsetzte. Hierdurch wurden die Teilnehmer angespornt mit voller Motivation weiterzumachen.
Die Stationen bestanden aus verschiedenen Kraftübungen mit der Kettlebell, aber auch aus Ausdauerübungen mit und ohne Gerätschaften. Besonders gefürchtet waren hier die Ebi – Sprünge, welche ein hohes Maß an Durchhaltevermögen forderten. Beliebt dagegen war die Körperabhärtungsstation. Hier konnte man den Trainingspartner mit Tsukis und Keris malträtieren und somit auf „Herz und Nieren“ testen.
Nach 3 ½ Stunden war das schweißtreibende Training dann zu Ende. Nach dem Abgrüßen wurde ein weiteres Gruppenbild geschossen. Nun folgte der gemütliche Teil des Tages: Heiteres Beisammensein bei Misosuppe, Sake und Pflaumenwein; eben ganz traditionell. Hier hatte man die Gelegenheit sich über Karate übergreifende Themen auszutauschen. Für manchen Karateka endete das Training doch auch hier nicht, denn es galt die Trinkfestigkeit zu trainieren; wie schon erwähnt ganz traditionell. Als Fazit lässt sich festhalten: Es war ein anstrengender, fordernder und sehr amüsanter Tag, der – dank des einsetzenden Muskelkaters – noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Maximilian Wolff

